Uehlfeld – Benefiz für die Flutoper, 29. August 2021

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Am 29. August überraschte ein unerwarteter Besucherstrom am die Organisatoren des Uehlfelder Bier-und-Bratwurst Benefizprogramms so, dass sie fast Sorgen machen hatten.  Man musste sich eilen, um zusätzliche Garnituren für die immer zahlreicher werdenden Gäste aufzutreiben.  Anscheinend wollte keiner sich vom Nieselregen oder einer Temperatur von nur 15 ° C abschrecken lassen.

 

Der lokale CSU-Ortsverband organisierte das Programm zugunsten der Dorfbewohner, die erhebliche Verluste als Folge des Hochwassers am 9. und 10. Juli gemeldet haben.  Bürgermeister Werner Stöcker schätzte den Gesamtschaden um mehr als 2,5 Millionen Euro.  Drei gewerbliche Immobilen und ca. 70 private Haushalte haben erhebliche Schäden, sagte er.  Bei einigen Privathaushalten beträgt der Schaden zwischen 50.000 und 70.000 Euros.

 

Das Programm war manchmal fast zu erfolgreich für die Veranstalter.  Auch ein Benefizprogramm muss an Corona-Regeln halten.  Zuzeiten schien es, als ob die gesetzlichen Grenzen überschritten werden konnten, aber dazu ist es am Ende nicht gekommen.  Das Grundstück des gemeindeeigenen Kunststückhauses ist groß, und die zusätzlichen Garnituren konnten weiter im Einklang mit den Vorschriften aufgestellt werden.

 

Jeder Cent, die hier ausgegeben wird, geht zu den Flutopfern, sagte Organisator Rudi Röder in seiner Eröffnungsrede.  Der Bierbrauer hat einen besonderen Sud für heute gebraut und das Bier gespendet.  Der Metzger hat das Fleisch gespendet.  Die drei Bäckereien haben das Brot gespendet.  Wir haben keine Eigenkosten, die wir ausgleichen müssen.

 

Auch die lokale Blaskapelle, die Gänsmarktfregger, spielte ohne Gage.  Und das Bier war ein einmaliges Exemplar, ein starkes Festbier etikettiert als Hilfshalbe mit einem Bild des Uehlfelder Torhauses als es im Juli unter Wasser stand.  Für alle, die kein Alkohol wollten oder dürften, gab es gespendete Limo und Mineralwasser.

 

Rudi Röder sagte, dass er das Programm organisiert hat, aber die Idee vom lokalen Bierbrauer und Gemeinderat Christian Zwanzger kam.  Danach haben mehrere Gewerbetreibende gesagt, sie wollten mitmachen, einige mit Spenden und andere mit Essen und Getränke.  Wir wollten nicht nur Spenden für das Sammelkonto der Gemeinde einbringen, sondern auch etwas für unsere Bürger tun.  Seit sechs Wochen ist die Stimmung hier ziemlich trüb.  Wir wollten etwas tun, wo unsere Leute wieder lachen und ein bisschen Spaß haben könnten."

 

Bürgermeister Stöcker hoffte, dass die Begegnungen am Sonntag den Nachbarn im Aischgrund ein besseres Verständnis für die hohe Not einiger Flutopfer in Uehlfeld bringen.  Viele haben in der Presse das Uehlfelder Wahrzeichen, das Torhaus, im tiefen Wasser angeschaut, aber nur wenige haben Bilder der benachbarten Wohnhäuser gesehen, die genau so tief in der Flut standen.  Nur wenige dieser Hausbewohner waren gegen Hochwasser versichert, sagte Stöcker, und viele wohnen zu nah an der Aisch, um eine Flutversicherung kaufen zu können.

 

Trotzdem, sagte Stöcker, haben die Uehlfelder nichts zu beklagen, wenn es um finanzielle Hilfe geht.  Mit dem Sammelkonto der Marktgemeinde für die Flutopfer läuft es gut.  Viele Firmen und bürgerliche Organisationen haben sehr großzügig gespendet, auch die Gewerkschaften, Feuerwehren usw.  Die Hilfe des Landratsamtes ist ausgezeichnet und schnell.  Aber für einige unserer Bürger ist es noch nicht genug.  Stöcker sagte, es ist nun wichtig, dass die hilfsbedürftigen sich beim Landratsamt melden, weil finanzielle Hilfe dort verfügbar ist.

 

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Bratwurst und Bier am Uehlfelder Kunststückhaus

 

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Die Bilder:

 

1 – Die Uehlfelder Dorfmitte am 10. Juli (Archivbild)

4 – Bierbrauer Christian Zwanzger mit seinem Hilfshalbe-Sonderbräu

6 – Begrüßung von Organisator Rudi Röder

7, 10- Die Blaskapelle Gänsmarktfregger

12 – Flutopfer Rudi Weiß und Karl Baum, links, mit Organisator Rudi Röder